Gemeinde Benningen

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Studionstraße 10
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Reste einer Römerstraße

Entlang der Neckargrenze brauchte man eine Straße, die die einzelnen je etwa 15 km voneinander entfernten Kastelle miteinander verband. Die Straße von Cannstatt nach Benningen zog über die Burgholzhöhe und Kornwestheim, weiter etwa über die Stelle des Marktplatzes von Ludwigburg zum Kugelberg und von dort aus schnurgerade unter der heutigen Straße nach Benningen.

Beim Bau des neuen Rathauses in der Studionstraße stieß man bei den Erdarbeiten auf die Reste dieser Römerstraße. Das Landesdenkmalamt legte diese Römerstraße im Jahr 1972 frei und konservierte die erhaltenen Teile auf Wunsch der Gemeinde. Die Baupläne des Rathauses wurden daraufhin geändert und das Gebäude einige Meter weiter westlich gebaut. Dafür mussten allerdings mehrere Töpferöfen geopfert werden, die auf der neuen Baufläche zu Tage kamen.

Die Straße ist 5,46 Meter breit und weist eine Wölbung und seitliche Gräben auf. Damit ist bewiesen, dass sich die Römer mit dem Thema "Straßenentwässerung" auseinander gesetzt haben. Auf den ersten sechs Metern wurde der Oberbau rekonstruiert. Die Infotafel zeigt den Verlauf der römischen Straße und einen Querschnitt durch die Straße

Ältester Zeuge unserer Dorfgeschichte

Der Weihealtar für den Gott VOLKANO erstrahlt in neuem Glanz. Im Jahr 1579 entdeckte ihn Simon Studion (1543-1610), Oberlehrer an der Lateinschule in Marbach und Vater der Archäologie in Württemberg, in einem Weinkeller in der Nähe unsere Kirche.
Die Inschrift lautet:
IN H(onorem) D(omus) D(ivinae) / VOLKANO / SACRVM / VICANI / MVRREN/SES V(otum) S(olverunt) L(ibentes) M(erito).
Die Übersetzung lautet:
Zur Ehre des göttlichen Kaiserhauses dem Vulcan geweiht. Die Bewohner des Dorfes an der Murr(-mündung) haben ihr Gelübde eingelöst, froh und freudig nach Gebühr. VOLCANO ist der Gott des feurigen Elementes. Das Fest zu seinen Ehren als Beschützer vor Feuersgefahr wurde am 23. August gefeiert. Zu sehen ist ein Abguss des Originals aus dem römischen Lapidarium unter dem Neuen Schloss in Stuttgart. Zu römischer Zeit war der Stein wie alle anderen Denkmäler farbig gefasst. Auf der Oberseite befindet sich eine Schale zur Ablage von Opfergaben. Auf der rechten Schmalseite sind ein Henkelkrug und eine Schale mit Griff, auf der linken Seite drei Opfermesser in einer Scheide und darunter ein Beil dargestellt. Dies sind alles Requisiten für die Opferzeremonie. Das Dorf AD MURRAM wurde circa 90 nach Christus neben dem Kastell gegründet und erstreckte sich auf einer Fläche von 15 Hektar. Mit circa 1.200 Einwohnern war unser Dorf Verwaltungszentrum für den Hafen in der Murrmündung und die umliegenden Gutshöfe. Marbach, Murr, Beihingen und Hoheneck waren unsere“ Vororte „.

Jürgen Berner 30.10.2015

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